Zwei "goldene" Regeln zur Fotografie haben wir bereits kennen gelernt. Die erste Regel sagt, dass ich in Bild planen muss, ich sollte mir klar werden, was mein Motiv ist und welche Aussage ich damit verfolge. Wie ich diese Aussage im Bild umsetze und die Aufmerksamkeit auf das Motiv lenke wird in der zweiten Regel besprochen. Nun muss ich "nur" noch - vorausgesetzt das Motiv ist gut ausgewählt und in Szene gesetzt - auf den Auslöser zu drücken ohne das Bild zu Verwackeln, unscharf dar zu stellen oder falsch zu belichten. Die beste Bildidee wirkt nicht, wenn ich sie (ungewollt) nicht richtig umsetze.
Goldene Regel Nr.2: Lenke die Aufmerksamkeit auf Dein Motiv
Eigentlich ist in der Einleitung schon alles gesagt, die beste Planung nützt nichts, wenn es an der Durchführung mangelt. Die häufigsten technischen Fehler beim Fotografieren sind Verwackeln, unscharfe Fotos und falsche Belichtung... Das lässt sich recht einfach vermeiden.
Verwackeln entsteht, wenn die Kamera oder das Motiv sich während der Belichtungszeit bewegen. Wenn sich das Motiv bewegt kann man nicht viel tun, außer eine kurze Belichtungszeit zu wählen. Ein Verwackeln der Kamera lässt sich vermeiden, wenn ich sicher stehe und die Kamera ordentlich fest halte.
Unscharfe Fotos entstehen in der Regel durch falsche Fokussierung, oder anders gesagt der falsche Bildbereich ist scharf. Moderne Autofokus-Kameras haben ausgeklügelte Techniken wie Gesichtserkennung und ähnliches, um den richtigen Ausschnitt scharf zu stellen, aber auch sie können irren. Bei älteren Kameras, die dazu tendieren die Bildmitte zu fokussieren sind Fehler (wenn das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte liegt) vorprogrammiert. Vor dem Auslösen also immer darauf achten, wo die Kamera fokussiert und gegebenenfalls korrigieren.
Stark vereinfacht gesagt berechnen moderne Kameras die Belichtungszeit, indem sie Annehmen, dass ein richtig belichtetes im Durchschnitt grau ist. Damit liegt die Kamera bei normalen Lichtverhältnissen gar nicht so schlecht, bei extremen Lichtverhältnissen (z.B. im Schnee) funktioniert dies aber häufig nicht mehr so gut, so dass manuelle Anpassungen notwendig sind. Wichtig: Bei Über- oder Unterbelichtung gehen definitiv Informationen verloren, die auch bei einer Nachbearbeitung am PC nicht wieder zurückgeholt werden können. Tendenziell lassen sich aber aus unterbelichteten Bereichen eher Informationen holen, als aus überbelichteten.
Es gibt kein "richtig" oder "falsch" beim Fotografieren. Wenn du aber die Aufmerksamkeit auf das richtige Motiv lenkst und dabei keine technischen Fehler machst steht dem kurzweiligen Fotoabend erst mal nichts entgegen. Wie du die Regeln umsetzt wird in en Fototipps auf dieser Seite erläutert.
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