Meine erste Goldene Regel bezieht sich im Grunde auf die Situation bevor ich die Kamera in die Hand nehme. Die zweite Regel besagt, was zu tun ist, bevor ich den Auslöser drücke und die dritte Regel bezieht sich konsequenterweise auf die Durchführung der eigentlichen Fotografie. Eigentlich auch wieder ein no-brainer, aber Tatsache ist, dass ein Großteil der Bilder eines "Urlaubsknipsers" - auch wenn das Motiv gut ausgewählt und in Szene gesetzt ist - an der technischen Durchführung mangelt, sprich das Bild verwackelt, unscharf oder falsch belichtet ist.
Eigentlich ist in der Einleitung schon alles gesagt, die beste Planung nützt nichts, wenn es an der Durchführung mangelt. Die häufigsten technischen Fehler beim Fotografieren sind Verwackeln, unscharfe Fotos und falsche Belichtung... Das lässt sich recht einfach vermeiden.
Verwackeln entsteht, wenn die Kamera oder das Motiv sich während der Belichtungszeit bewegen. Wenn sich das Motiv bewegt kann man nicht viel tun, ausser eine kurze Belichtungszeit zu wählen. Ein Verwackeln der Kamera lässt sich vermeiden, wenn ich sicher stehe und die Kamera ordentlich fest halte.
Unscharfe Fotos entstehen in der Regel durch falsche Fokussierung, d.h. dass der falsche Bildbereich scharf ist . Moderne Autofokus-kameras haben ausgeklügelte Techniken wie Gesichtserkennung u.ä. um den richtigen Ausschnitt scharf zu stellen, aber auch sie können irren. Bei älteren Kameras, die dazu tendieren die Bildmitte zu fokussieren sind Fehler (wenn das Hauptmotiv nicht in der Bildmitte liegt) vorprogrammiert. Vor dem Auslösen also immer darauf achten, wo die Kamera fokussiert und gegebenenfalls korrigieren.
Stark vereinfacht gesagt berechnen moderne Kameras die Belichtungszeit, indem sie Annehmen, dass ein richtig belichtetes im Durchschnitt grau ist. Damit liegt die Kamera bei normalen Lichtverhältnissen garnicht so schlecht, bei extremen Lichtverhältnissen (z.B. im Schnee) funktioniert dies aber häufig nicht mehr so gut, so dass manuelle Anpassungen notwendig sind. Wichtig: Bei Über- oder Unterbelichtung gehen definitiv Informationen verloren, die auch bei einer Nachbearbeitung am PC nicht wieder zurückgeholt werden können. Tendenziell lassen sich aber aus unterbelichteten Bereichen eher Informationen holen, als aus überbelichteten.
Wenn Du die Aufmerksamkeit auf das richtige Motiv lenkst und dabei keine technischen Fehler machst steht dem kurzweiligen Fotoabend erstmal nichts entgegen. Die in den goldenen Regeln angerissenen Techniken werden nun in verschiedenen Tipps näher betrachtet.
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